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08.03.2010

Karstadt: Anonymität von Investoren bröckelt

Aus dem Kreis der sechs potenziellen Investoren für die insolvente Karstadt Warenhaus GmbH, Essen, dringen erste Namen an die Öffentlichkeit. Wie die Financial Times Deutschland (FTD) am Montag berichtete, soll es sich um die US-Beteiligungsgesellschaft Apollo, die britisch-russische Pamplona sowie den britischen Investor Permira handeln. Sie sind als harte Sanierer bekannt.
 
Es gebe Anzeichen dafür, so die FTD weiter, dass auch Neckermann Sun zu jenen Interessenten gehört, die jetzt die Bücher prüfen. Handelsexperten wie BC Partners oder TPG seien dagegen offenbar nicht mehr dabei. Ein Sprecher der Insolvenzverwaltung erklärte auf Anfrage: „Wir halten uns an die Vereinbarung der Vertraulichkeit und kommentieren solche Spekulationen nicht."
 
Er wies außerdem Medien-Kritik an Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg zurück, dass der Insolvenzplan mit den mühsam vereinbarten Sanierungsschritten für Karstadt nicht weit genug gehe und er Interessenten nicht in den Insolvenzplan eingebunden und mit ihnen abgestimmt habe. Die Insolvenzverwaltung habe mit ihrem Vorgehen verhindert, dass potenzielle Investoren separate Verhandlungen mit Immobilieneigentümern wie Highstreet oder der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi über deren Sanierungsbeiträge führten, sagte der Sprecher. „Wäre dies geschehen, wäre nie ein Insolvenzplan zustande gekommen. Weder vom zeitlichen Ablauf noch von der Komplexität der Inhalte her."
 
Befürchtungen, ein Investor könne auf kurz oder lang mehr als die 13 angekündigten Häuser schließen und weitere Arbeitsplätze bei Karstadt abbauen, entgegnete er, die Sanierungsbeiträge beispielsweise der Mitarbeiter oder der Immobilieneigentümer seien auf Jahre festgeschrieben. Nach Informationen aus Branchenkreisen wird der Insolvenzplan Anfang kommender Woche bei Gericht eingereicht.

Die Investoren Apollo, Pamplona und Permira sollen an Karstadt interessiert sein

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